Börsenorchestrion

Das „Börsenorchestrion“ ist eine Klanginstallation, die aktuelle Aktienkurse vom DAX, Öl und Euro/Britische Pfund in Musik übersetzt. Da weltweite Börsenplätze von Montag bis Freitag geöffnet sind, werden für die Dauer des 48-Stunden-Neukölln Festivals Börsendaten während der BREXIT-Abstimmung am 23.6. aufgezeichnet und wiedergegeben. Das Börsenorchestrion macht Finanzströme erstmals hörbar.
Die hochtechnologisierte weltweite Bewegung von Kapital spiegelt alle Veränderungen der Wirtschaftssysteme, politischen Entscheidungen, psychologischen Reaktionen der Händler und automatisierten Handelssysteme wider. Die Börsen sind das wichtigste Symbol und das zentrale Instrument der Globalisierung. Die Installation setzt hier an, spiegelt die Prozesse als Summe zahlreicher Entscheidungen und stellt sie in einen künstlerischen Kontext. Das Projekt setzt ein Fragezeichen hinter das System der spekulativen Finanzindustrie als Teil eines kapitalistischen Staatssystems.

Das BörsenorchestrionProgrammierung: Georg Werner

Bühnenkonzept: Dominik Steinmann

Umsetzung: Büro Unbekannt

Motion Design: Jörn Barkemeyer

Sounddesign: Thomas Seher

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